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Steuerabkommen mit Schweiz

B2B-Newsletter > 2012 - Archiv > NL 13_12

Selbstanzeige?
Steuerabkommen mit Schweiz spült bereits Geld ins Budget.
Dieses - lang umkämpfte - Abkommen ermöglicht österreichischen Steuersündern Gelder im Ausland zu legalisieren. Wer also bisher Geld in der Schweiz „bunkerte“, dies nicht deklarierte und damit Steuerhinterziehung begangen hat, bekommt nun eine Chance, dieses zu legalisieren. Ein ähnliches Gesetz wollte Deutschland umsetzen, scheiterte aber am Widerstand des Bundesrates, wo die Sozialisten das Gesetz ablehnten, weil man damit die Steuersünder (mit günstigen Zinssätzen) belohne. Was aus Gründen der Steuer-Hygiene abzulehnen sei.

Österreich hat sich lieber für den Spatz in der Hand, als die Taube am Dach, entschieden.
Von diesem Steuerabkommen betroffen sind alle natürlichen Personen, die in Österreich ansässig sind und am 31.12.2010 und am 1.1.2013 ein Konto oder Depot bei einer Schweizer Bank besitzen.

2 Varianten sind vorgesehen:

  • Anonyme Abgeltung (pauschale Einmalzahlung) in Höhe von 15 -30 Prozent

  • Freiwillige Meldung, dabei leitet die Schweizer Bank die Kontodaten an die österreichische Finanz weiter.


Stichtag für die Schweizer Banken ist der 31.3.2013. Bis dahin müssen sie die Betroffenen fragen, für welche Variante man sich entscheide. Erfolgt keine Reaktion bis 31. 5.2013, dann wird die pauschale Einmalzahlung abgeführt, wie die Bubla & Bubla Wirtschaftstreuhand  
In ihrem aktuellen Newsletter ausführt.


Noch bevor der Vertrag in Kraft getreten ist, kann Finanzministerin Fekter ein positives Urteil treffen und sich über ein umfangreiches Körberlgeld freuen. Heuer seien bereits Selbstanzeigen für 237 Personen erstattet worden."Das sich daraus ergebende Mehrergebnis" betrage knapp 59,3 Mio. Euro, geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung des Finanzministeriums hervor, schrieb unlängst der Börsenkurier.

Insgesamt erwartet sich Finanzministerin Maria Fekter eine Milliarde Euro aus der Besteuerung des in der Schweiz geparkten Schwarzgelds für ihr Budget. 2010 schätzte eine Studie, dass in der Schweiz EU-Schwarzgeld im Ausmaß von rund 500 Mrd. Franken (414,80 Mrd. Euro) liegen würden. Davon 20,4 Mrd. Franken aus Österreich.

In der Beantwortung nennt BM Fekter weitere Fakten:
Seit 2008 sind 433 Selbstanzeigen mit 528 betroffenen Personen wegen Steuerdelikten mit Schweizer Konten erstattet worden. Dagegen waren es nur 124 Personen mit Konten in Liechtenstein.

Die Nachforderungen aus den Selbstanzeigen seit 2008 betragen knapp 117 Mio. Euro.

Foto 469911_original_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.de

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