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Pensionshöhe: Die große Unbekannte

B2B-Newsletter > 2015 - Archiv > NL 1/15

Was wissen die Österreicher aktuell über ihre künftige Pension?
Nach wie vor Unwissenheit bzw. falsches Wissen anzutreffen!


Eine Umfrage zeigt, dass es trotz aller Reformbemühungen á la „Pensionskonto NEU" weiterhin große Unwissenheit bzw. falsches Wissen bei den Österreichern. Eine Chance für alle Berater.

Dies ist ein Beitrag aus dem BAV-Newsletter. Zum PDF mit weiteren Beiträgen kommen Sie hier...
Seit Monaten informieren die Pensionsversicherungsanstalten  und  die  gesamte  Branche  die  Österreicher über die bevorstehenden Änderungen im Zuge der Einführung des Pensionskontos. Man könnte sagen, das Pensionskonto ist in aller Munde.


Fehlendes Wissen zum Pensionskonto
Dennoch scheint es weiterhin großes Unwissen, aber auch falsches Wissen, zu geben. Anders könnte man nicht erklären, warum die PVA von Aufgeregten gestürmt wird, die wissen wollen, warum nur  wenige hundert Euro auf ihrem Pensionskonto sind und wie sie davon leben sollen. Auch wenn immer wieder gesagt wurde, dass der derzeitige Kontostand nur ein aktueller Zwischenstand ist und sich dieser bis zum tatsächlichen Pensionsantritt noch erhöhen wird.

Das Versicherungsjournal sowie der Fachverband der Finanzdienstleister veröffentlichten vor kurzem eine Studie des Market Instituts, welche das Unwissen der Österreicher nochmals bestätigt.



Diese Grafik zeigt wie stark „selektive Wahrnehmung" bei uns Menschen wirkt. Was uns nicht interessiert, nehmen wir – trotz enormen Werbedruck – nicht zur Kenntnis: Die meisten Österreicher geben an, Sie hätten noch keine Infos über die zukünftige Pensionshöhe erhalten.
Bei  der  jungen  Generation  ist  das  „Kopf-in-den-Sand-stecken" noch viel bedenklicher. Gerade diese sollte möglichst früh mit der privaten Vorsorge anfangen, um sich in der Pension den gewohnten Lebensstandard weiterhin leisten zu können. Hier gilt es für Berater, noch weiter hartnäckig zu bleiben und Aufklärungsarbeit zu leisten.

Wie groß fällt die Pensionslücke aus?
Die Umfrage bestätigt auch, dass die Mehrheit der 18- bis 60-Jährigen (59  Prozent) nicht abschätzen kann, welcher Unterschied zwischen Aktiveinkommen und Pension besteht. Besonders auffallend ist das Informationsdefizit bei den ganz Jungen unter 30 Jahren. 85% der unter 30-Jährigen kennen ihre Pensionslücke nicht.

Von den Informierten jedoch geht die Mehrheit davon aus, dass der Verlust mit Eintritt in die Pension zwischen 20  und  40  Prozent – oder sogar noch mehr – ausmachen wird. 27% rechnen mit 20% weniger Pension. 44% der Befragten befürchten sogar zwischen 20 und 40%. Und weitere 17% sind sogar noch pessimistischer und rechnen mit einer Pensionslücke von mehr als 40% im Vergleich zum Aktiveinkommen.

Wer hat bereits eine Vorsorge?



In Summe geben 47 Prozent der Österreicher zwischen 18 und 60 Jahren an, dass sie bereits betreffend privater Pensionsvorsorge aktiv seien.
Auffällig ist, dass Frauen (53% noch nicht vorgesorgt), Pflichtschulabsolventen (59 % noch nichts unternommen) und die Jungen bis 30 Jahre (62% noch nicht vorgesorgt) bis dato noch nicht problembewusst genug waren, um sich mit dem Thema „private Vorsorge" auseinander zu setzen.

Generation Praktika besonders gefährdet
Gerade junge Menschen sind durch Prekariatsjobs, also un- oder schlecht bezahlte Jobs, besonders gefährdet, von Altersarmut bedroht zu werden. Europaweit gibt es den Trend zur „Generation Praktikum". Der Berufseinstieg wird für viele immer schwieriger und ein (zumeist) unbezahltes Praktikum reiht sich an das nächste. Eine bedenkliche Entwicklung am Arbeitsmarkt mit langfristigen Folgen: Denn dadurch kommen die heute jungen Menschen später ins System hinein, als jede Generation davor. Die Folge sind fehlende Pensionsjahre, die sich dann schwerwiegend auf die Pensionshöhe auswirken werden.

Geben Sie den Menschen einen Denkanstoß
Es ist somit wichtig, dass Berater die Menschen auf dieses Problem aufmerksam machen, damit sie endlich an die private Vorsorge denken! Durch die zahlreichen Reformen der vergangenen Jahre, die alle Verschlechterungen für künftige Pensionisten brachten, ist hier echter Aufholbedarf gegeben. Und es ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe, Altersarmut zu verhindern.

Zum Schluss noch ein aktueller Ausblick auf die Lebenserwartung durch James Vaupel, Direktor des
Max-Planck-Instituts für demographische Forschung in Rostock und Odense: „Seit 1840 steigt die Lebenserwartung in Europa konstant. Rund drei Monate nimmt sie jedes Jahr zu. Die meisten der im Jahr 2000 in Mitteleuropa geborenen Kinder werden ihren 100. Geburtstag  feiern. Von den Kindern, die 2014 zur Welt kamen, würde ich schätzen, werden mehr als die Hälfte 106 Jahre alt." Diese Menschen werden also 30, 40 oder mehr Jahre in Pension sein. Wer glaubt, dass das staatliche Pensionssystem diese Belastungen aushält?

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